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Jahreshauptversammlung 2007

Mehr als Karotten und Kohl – Jahreshauptversammlung der Rheingauer Gartenfreunde

Die Vorsitzende des Rheingauer Vereins der Gartenfreunde Iris Hass-Tschirschke begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder in den historischen Räumen der Villa Monrepos. Sie berichtete von den vielen Aktivitäten des Vereines im vergangenen Jahr wie dem Gehölzschnittkurs, der Oster- und Weihnachtsbinderei, der Pflanzenbörse sowie zahlreichen Ausflügen und Veranstaltungen. Weiterhin wusste sie zu berichten, dass ein Mitglied seit 70 Jahren dem Verein zugehörig ist. Eine Ehrung sei jedoch nicht gewünscht. Nach den Regularien und der Kaffeepause berichtete Dipl. Ing. Jürgen Kleber vom Fachgebiet Gemüsebau der Forschungsanstalt Geisenheim über Gemüse aus eigenem Garten – Mehr als Karotten und Kohl. Er teilt die Gemüsesorten in verschiedene Kategorien, warum im Rheingau dieses Gemüse nicht gegessen wird: „In der Region nicht bekannt“, „Kultur oder Zubereitung schwierig“, „Es gibt besseres“ und „Kann man essen“. So z. B. der Erdbeerspinat (Blitum virgatum), dessen Früchte sehr dekorativ aber recht fade sind, die Blätter kann man zu Spinat verarbeiten. Unter „Es gibt besseres“ teilt er die Stoppelrübe, auch Wasserrübe oder Herbstrübe ein. Insbesondere vor dem Anbau von Topinambur im Garten warnt Kleber. Die Pflanzen verbreiten sich im ganzen Garten und „überwachsen“ andere Pflanzen. Er empfiehlt einen Anbau in Containern oder Drainagenanbau. Wer Kinder hat, so der Gemüsebau-Ingenieur sollte auf alle Fälle Physalis (Andenbeere, Kapstachelbeere) im Garten haben. Die Früchte der hübschen Lampions können 10 Wochen nach dem Pflanzen mehrmals, bis zum Frost geerntet werden und enthalten viele Vitamine. Sehr am Herzen liegt Kleber die Verbreitung von Grünkohl (Krauskohl), der erst nach dem ersten Frost geerntet werden sollte. Er sei sehr wohlschmeckend und hier in der Region fast unbekannt. Die Gartenfreunde konnten sich noch viele Tipps und Anregungen für ihren Gemüsegarten in der kommenden Gartensaison holen.

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10. Dezember 2009 at 7:52 Hinterlasse einen Kommentar