Veranstaltungshinweis: „RVG- Obstgehölzschnittkurs“

Am Samstag, dem 4. März 2017, findet unter der Leitung von Obstbaumschulmeister Christian Kreutz ein neuer Kurs zum Frühjahrsschnitt von Obstgehölzen statt. Interessierte Hobbygärtner treffen sich dazu um 14.00 Uhr auf dem Parkplatz vom neuen Friedhof in Geisenheim (an der Verbindungsstraße Geisenheim – Marienthal gelegen). Von dort geht es dann zu einem nahegelegenen Garten, in dem auch die Kursteilnehmer das frisch erworbene Wissen direkt praktisch anwenden können — deshalb sollten die Kursteilnehmer eine gute Gartenschere mitbringen. Für Nichtmitglieder wird eine Kursgebühr in Höhe von 10.- Euro pro Teilnehmer erhoben. Anmeldungen bitte unter Tel. 06722 – 1351

 

23. Februar 2017 at 12:05 Hinterlasse einen Kommentar

Immergrüne Pflanzen jetzt vor dem Vertrocknen schützen!

Die Metereologen melden für den Südwesten Deutschlands den seit 100 Jahren niederschlagärmsten Winter. Das bedeutet für uns Gärtner, dass der Grundwasserspiegel extrem abgefallen ist und wir deshalb Sorge tragen müssen, dass unsere im Freien aufgepflanzten  immergrünen Sträucher und Bäume genügend Wasser bekommen.

Denn im Gegensatz zu den laubabwerfenden Pflanzen, verdunsten alle immergrünen Pflanzen, egal ob Laub- oder Nadelgehölz, auch im Winter regelmäßig Wasser. Wenn der Boden nun bis in tiefere Erdregionen gefroren ist bzw. es lange nicht geregnet hat, können die Wurzeln kein Wasser aufnehmen — die Blätter bzw. die Nadeln geben jedoch weiterhin Wasser ab; so dass die immergrüne Pflanze regelrecht vertrocknet!

Wenn nun kein Schnee bzw. nur wenig Schnee gefallen ist, sollte auch in Tauperioden, bei Trockenheit vom Boden, wieder gewässert werden. Es gilt ferner zu beachten, dass windgeschützte immergrüne Pflanzen vor Austrocknung weniger gefährdet sind, als solche die quasi in einer Windschneise stehen. Hier kann ein Winterschutz durch Reisigabdeckung bzw. ein Schutzvlies zusätzlich  die Pflanze vor dem Austrocknen schützen.

 

16. Februar 2017 at 19:31 Hinterlasse einen Kommentar

Abwaschbare Gartentipps rund ums Jahr

Zwischenzeitlich wurde die aid-Broschüre „Von Apfel bis Zucchini“ neu aufgelegt. Wer von uns Gemüse, Kräuter, Beeren oder Obst aus dem eigenen Garten ernten will, braucht das richtige Vorgehen ( neu deutsch: „Timing“). Dieses Wissen vermittelt die aid-Broschüre „Von Apfel bis Zucchini — Das Jahr im Garten“.  Monat für Monat führt die Broschüre durch das Gartenjahr und erklärt, welche Kulturen wann gesät oder gepflanzt werden können und was noch zu beachten ist.

Die neue Auflage ist um 12 Kapitel erweitert worden und enthält außerdem eine herausnehmbare Tabelle mit Saat- und Pflanzabständen und -terminen. Die Tabelle ist wasserabweisend und eignet sich daher für den Einsatz vor Ort!

Die zweite Auflage hat die Bestell-Nr. 1559   ISBN/EAN: 978-3-8308-1239-5   Sie kostet 6,00 Euro zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 Euro. Sie kann per Mail: bestellung@ble-medienservice.de angefordert werden.

 

11. Februar 2017 at 17:58 Hinterlasse einen Kommentar

Veranstaltungshinweis: „Das Tauziehen um eine objektive Risikobeurteilung der Neonicotinoide“

Die Gruppe der Neonicotinoide sind Schädlingsgifte, die gerne von Landwirten zur Schädlingsbekämpfung genutzt werden. Nach Einschätzung von Forschern führen aber diese Stoffe bei Honigbienen und Wildbienen dazu, dass diese Insekten keine Nachkommen mehr zeugen können. Die Folge: Ein massiver Rückgang der Artenanzahl an Wildbienen und Honigbienen  in Mitteleuropa ist die Folge.

Der Imkerverein Rheingau hat deshalb für den 25. März 2017 Herrn Prof. Dr. med. vet. Peter Hoppe nach Geisenheim eingeladen, um zum oben angegebenen Thema interessierte Imker und Gärtner wachzurütteln, denn ohne die Bestäubung durch (Wild-) Bienen könnten viele Pflanzenarten, außer den Wind bestäubten, im Prinzip nicht existieren!

Alle Interessierten sind herzlich in den Gerd-Erbslöh-Hörsaal (HS 30) von der Hochschule Geisenheim (Von-Lade-Str. 1 in 65366 Geisenheim) eingeladen. Der Vortrag beginnt um 16.30 Uhr.

Zur Einstimmung auf dieses Thema hier ein TV-Tipp: Dienstag, 21.02.2017; Arte, 17.00 Uhr „Umstrittene Pflanzenschutzmittel – Wie schädlich sind Neonicotinoide wirklich?“

9. Februar 2017 at 21:30 Hinterlasse einen Kommentar

RVG geht mit Kräutern durch das neue Vereinsjahr!

Unter Zusatz von frischen Kräutern wird ein Essen erst richtig gut. Da Kräuter zum Anbau nur wenig Platz benötigen und zu dem noch einfach heranzuziehen sind, ist es quasi ein Kinderspiel sich mit seinen Lieblingskräutern das ganze Jahr hindurch zu versorgen.

Ja es stimmt, Kräuter kann man das ganze Jahr über aussäen und ernten — auch im Winter! Säen Sie die Kräuterlieblinge in Töpfe, Kübel, Balkonkästen oder einfach in flache Schalen (Joghurtbecher etc.) auf der Fensterbank.

Wie aber kann ich Kräuter selbst kultivieren?  Für die problemfreie Aussaat der Kräutersamen gilt es einige wichtige Regeln zu beachten:

  1. Die Wahl der richtigen Aussaaterde. Das Substrat ist möglichst ungedüngt oder nur gering aufgedüngt. Zudem muss es von feiner Struktur sein (notfalls aussieben) und luftdurchlässig sein (gegebenenfalls feinstes Perlite untermischen).
  2. Die Keimtemperatur beachten! Die Mehrzahl der Kräuter mag es zur Keimung warm (20 – 25 Grad Celsius) und feucht (nicht naß)!
  3. Daher die Aussaat niemals austrocknen lassen, sonst ist es mit der Keimung vorbei.
  4. Beachten, ob der angesäte Kräutersamen zu den Lichtkeimern gerechnet wird. Ist dem so, dann wird nach der Aussaat der Samen nur leicht angedrückt (um den Erdschluss herzustellen), aber nicht mit Erde bedeckt!
  5. Dann die Aussaatschale mit Wasser besprühen und das Aussaatgefäß mit Klingfolie (= Frischhaltefolie aus der Küche; keine Alufolie!) abdecken, um ein gutes Kleinklima für die Kräuterkeimung zu realisieren.
  6. Die so präparierte Aussaatschale möglichst hell und warm z.B. auf der Fensterbank platzieren

Nachfolgend eine Beschreibung der verschiedenen Arten von Keimern (nicht nur auf Kräuter beschränkt):

Lichtkeimer: Wie schon erwähnt handelt es sich dabei um Pflanzensamen, die unbedingt Licht zur Keimung benötigen. Das bedeutet, dass sie nach der Aussaat nur angedrückt werden – aber nicht mit Erde abgedeckt werden.

Kaltkeimer: Durch einen Kältereiz bzw. eine Frostperiode werden diese Pflanzensamen dazu angeregt zu keimen. In der freien Natur sorgt meist der Winter für die richtigen Temperaturen. Der Gärtner kann aber auch mit Hilfe vom Tiefkühlschrank hier Hilfestellung leisten.

Dunkelkeimer: Hier werden die Samen nach der Aussaat mit ausreichend Erde (Faustregel: 3 x so dick, wie das Samenkorn selbst ist) abgedeckt, um die erforderliche Dunkelheit für die Keimung zu schaffen. Man kann diese Aussaaten auch noch zusätzlich ins Dunkle stellen. Nachdem die ersten Keimblättchen zu sehen sind, muss die Anzuchtschale ans Licht gestellt werden.

Die Sämlinge benötigen wie ihre Brüder und Schwestern von den Kalt- und Lichtkeimern, nämlich auch die Energie des Lichtes, um durch die Photosynthese (= Kraftwerk in den Blättern der Pflanze) weitere Pflanzenmasse aufbauen und wachsen zu können.

 

5. Februar 2017 at 19:00 Hinterlasse einen Kommentar

Veranstaltungshinweis:

Am Sonntag, dem 19. Februar 2017, findet ab 14.00 Uhr im Hörsaal 10, Villa Monrepos,Rüdesheimer Straße in 65366 Geisenheim die Jahreshauptversammlung vom RVG statt. Ab 15.00 Uhr wird Herr Gärtnermeister Martin Löwer/Seligenstadt einen Vortrag quasi vom Praktiker zum Hobbygärtner über das Thema „erlesene und nichtalltägliche Küchen- und Gewürzkräuter“ halten. Herr Löwer betreibt seit vielen Jahren eine Kräutergärtnerei und wird aus seinem reichen Erfahrungsschatz zum Anbau und Pflege dieser aromatischen Pflanzen plaudern. Dabei wird er anhand von mitgebrachtem Anschauungsmaterial den Zuhörern einen tieferen Einblick in die Materie geben.

Alle interessierten Hobbygärtner, also auch Nichtmitglieder, sind zu diesem Vortrag herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Auch für das leibliche Wohl ist im Anschluss an den Vortrag mit Kaffee und Kuchen gesorgt.

27. Januar 2017 at 12:19 Hinterlasse einen Kommentar

GärtnerInnen-Aktivität im Januar

Jetzt ist die Zeit gekommen, um sich mit dem Anbauplan für die kommende Gartensaison zu beschäftigen. Es gilt in aller Ruhe Revue passieren zu lassen, was im vergangenen Gartenjahr gelungen ist und wo es Probleme gab. Im Falle der Probleme lohnt es sich, sich ausführlich über Neuheiten beim Saatgut für 2017 zu informieren. Häufig gibt es neue Zuchtvarianten mit höherer Krankheitsresistenz  oder besserer Keimfähigkeit.

Ferner gilt es jetzt, Anzuchtschalen und Aussaattöpfe zu säubern und für die neue Pflanzenanzucht vorzubereiten. Ebenso gehört dazu, sich jetzt schon mit neuer, keimfreier und nährstoffarmer Aussaaterde auszustatten, sowie die erforderlichen Aussaatmaterialien zu beschaffen.

Von älterem Saatgut gilt es eine Keimprobe zu machen, um sicherzustellen, dass das im Anzuchtplan vorgesehene Pflanzgut auch rechtzeitig herangezogen werden kann. Zeigt die Keimprobe, dass nur noch wenige Sämlinge (unter 80%) aufkeimen, dann ist dieses Saatgut zu verwerfen und durch neues zu ersetzen. Daher rechtzeitig diesen Test durchführen, um im Fall der Fälle auch noch die gewünschte Sorte nachordern zu können.

Der Januar ist auch die Zeit, um die Gartenwerkzeuge in Ordnung zu bringen. Spaten, Hacken, Scheren, Rasenmäher etc. zu schärfen; zu putzen und zu entrosten. Ferner die Holzstiele mit Leinöl abzureiben und die Schneiden der Heckenscheren zu desinfizieren (mit Spiritus abwaschen bzw. abflämmen).

Auf der Fensterbank vom Wintergarten oder einem anderen, warmen Südfenster können nun Kresse, Rucola, Schnittlauch, Petersilie, Pfefferminze und Schnittknolauch herangezogen und später geerntet werden.

Bereits Ende Januar können in gereinigte Frühbeete (idealerweise in solche mit Bodenheizung  — sprich einer Wärmepackung von gut 0,5m Tiefe an Pferdemist) oder in Kleingewächshäuser Radieschen, Puffbohnen, Rübstiel, Spinat, Rettich und Schnittlauch ausgesät werden. Hat man im Frühbeet viel Platz, dann können sogar schon Möhren gesät werden.

Im Fall des Blumengartens können kaltkeimende Staudenarten in Gefäße gesät und danach einige Tage nach draußen gestellt werden, um durch den Kältereiz die Keimruhe zu brechen und die Keimung anzuregen. Nach der Keimung benötigen sie aber, wie alle anderen jungen Pflänzchen auch, Licht und Wärme (!), deshalb sie danach wieder ins Warme holen.

Sollte Frost ohne Schneedecke vorherrschen, dann denken Sie bitte daran empfindliche Stauden und zweijährige Blumen mit Reisig (Fichte oder Tanne) bzw. einem Kälteschutzvlies abzudecken!

 

21. Januar 2017 at 20:02 Hinterlasse einen Kommentar

Die weiße Pracht im Garten

Wir sind es in unseren Breitengraden nicht mehr gewohnt, dass auch unsere Gärten mit Schnee bedeckt werden und daraus die Frage entsteht, „wie umgehen mit der weißen Pracht im Garten?“.

Hier einige Tipps:

1. Bei erstem Neuschnee, erst einmal sich am Fenster bzw. auf dem Balkon hinsetzen, einen guten Tee oder Glühwein trinken und den nichtalltäglichen Anblick des verschneiten Gartens genießen. Gegebenenfalls zum Fotoapparat greifen und die Schönheit im Bild festhalten.

2. Bitte beachten — idealerweise, niemals den schneebedeckten Rasen betreten. Durch den Anpressdruck wird der Schnee verdichtet und es dauert länger bis er wieder abtaut. Außerdem leiden die Graswurzeln unter dem Druck und der Boden wird verdichtet. Deshalb auch nicht nach dem Auftauen die nasse Rasenfläche betreten.

3. Salz, als Abtauhilfe, im Garten zu streuen ist tabu. Grundsätzlich die Verkehrswege in und am Garten (z.B. zum Mülltonnenstellplatz; Kompost oder Holzlagerplatz) nur mit dem Schneebrett vom Schnee befreien und danach mit abstumpfenden Mitteln (Sand, Lavagruß, Split oder Blähtonbruch) abstreuen.

4. Physikalisch gesehen bildet Schnee eine isolierende Schicht für die Pflanzen. Dadurch leiden unsere Lieblinge im Garten bei Kahlfrösten weniger. Jedoch können Pappschnee und antauender Schnee auf den es zusätzlich aufregnet, zu einer schweren Last für Zweige und Äste von Ziergehölzen und kleinen Bäumen werden. In einem solchen Fall dann durch vorsichtiges Schütteln oder gelindes Beklopfen der Zweige, z.B. mit einem Besenstiel, den Schnee entfernen. Mit dieser Maßnahme wird die Bruchgefahr gemindert.

14. Januar 2017 at 11:55 Hinterlasse einen Kommentar

Die Myrte, ein Glücksbringer nicht nur als Silvestermitbringsel

Unter den vermeintlich Glück bringenden Pflanzen steht der Glücksklee (Oxalis) bzw. generell das vierblättrige Kleeblatt, an erster Stelle. Dies liegt wohl daran, dass es einer gehörigen Portion Glück bedarf, bis man solch ein vierblättriges Pflänzchen, das in der freien Natur äußerst selten vorkommt, gefunden hat.

Zu den Glücksbringerpflanzen zählt aber auch seit alters her die Myrte (Myrtus communis). Dieser immergrüne Strauch ist in der griechischen Mythologie die Pflanze der Aphrodite, also der Göttin der Liebe.

Auch heute noch ist die Myrte ein Symbol der Liebe, Jugend und Schönheit und verspricht Glück und Lebenskraft. Myrtenzweige werden seit dem Mittelalter in Brautsträuße eingebunden, weshalb die Pflanze auch im Volksmund als Brautmyrte bekannt ist. Auch bei der Geburt eines Kindes wird gelegentlich eine Myrte als „Lebensbaum“ gepflanzt.

Im Prinzip reichen schon einige Triebspitzen die eingepflanzt werden, um daraus eine neue Pflanzen heranzuziehen. Die Myrte selbst benötigt einen sehr hellen, sonnigen Standort. Dieser sollte idealerweise windgeschützt sein.  Solange sie als Topfpflanze heranwächst, bitte regelmäßig drehen, damit sie gleichmäßig aufrecht zum Licht wächst. Am besten wird die Myrte mit weichem Wasser (Regenwasser) gegossen. Während der Wintermonate bitte mäßig gießen; im Sommer hingegen muss mehr gegossen werden – Staunässe ist aber grundsätzlich zu meiden.

Hervorzuheben sind die schönen, glänzenden immergrünen Blätter der Myrte, die aromatisch duften (bitte dazu einige Blättchen sanft zerreiben und daran riechen). Eins der ältesten und größten Exemplare in Deutschland wächst im Hermannshof in Weinheim und stammt aus dem Brautstrauß von Helene Freudenberg. Die Pflanzung erfolgte 1879.

Da die Myrte eine Pflanze aus Südeuropa ist, ist sie bei uns in Deutschland nicht winterhart. Sie verträgt höchstens minus 10 Grad Celsius (ausgepflanzt), sofern die Triebe ausgereift sind. Das bedeutet, dass man sie am besten im Kalthaus überwintert oder, wie im Hermannshof, mit einem Winterschutz verpacken muss.

Die Myrte blüht wie fast alle Sommerblüher am einjährigen Holz (Neutrieb). Bei guter Pflege blüht sie im Zeitraum V – IX mit sehr vielen kleinen, zarten, duftenden weißen Blüten. Nach der Blüte entwickeln sich daraus schwarze, kleine Beeren. Diese sind essbar und schmecken leicht süß mit einem bitteren Nachgeschmack. Mit ihnen kann z.B. ein Wildschweinbraten gewürzt werden oder sie können als ein Botanical bei der Gin-Bereitung Verwendung finden.

 

 

 

29. Dezember 2016 at 18:13 Hinterlasse einen Kommentar

Frohes Fest

Das Vorstandsteam vom RVG wünscht Ihnen frohe Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Genießen Sie die Festtage und kommen Sie gut in das neue Jahr, welches recht viele Glücksmomente im Garten für Sie bereithalten möge.

 

21. Dezember 2016 at 11:53 Hinterlasse einen Kommentar

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