Ohne Gießen zur Blütenfülle

Nachfolgend für Trendgärtner, die sich dem Thema „Kiesgarten“ bzw. dem „Genießen statt Gießen“ angeschlossen haben, eine Auswahl an Stauden, Halbsträuchern und Gräsern, die sich im „Trockensommer 2018“ bestens bewährt haben (d.h. ohne Gießen die Trockenheit ausgehalten haben und dabei noch reichlich blüten):

  1. Hylotelephium telephium (Atropurpureum-Gruppe) „Purple Emperor“
  2. Calamagrostis x acutiflora „Karl Foerster“
  3. Salvia uliginosa
  4. Agapanthus „Loch Hope“
  5. Albizia julibrissin f. rosea
  6. Limonium platyphyllum
  7. Tulbaghia violacea
  8. Yucca gloriosa
  9. Aster pyrenaeus „Lutetia“
  10. Bubleurum fructicosum
  11. Caryopteris x clandonensis „Heavenly Blue“
  12. Berkheya purpurea
  13. Verbena bonariensis
  14. Euphorbia myrsinites
  15. Verbena rigida f. lilacina „Polaris“
  16. Zauschneria californica „Western Hills“
  17. Perovskia „Blue Spire“
  18. Verbascum olympicum
  19. Eschscholzia californica

Dies alles sind Pflanzen, die sowohl Trockenheit, als auch niedrige Temperaturen überstehen. Die Pflanzen der obigen Liste geben einem damit angelegten Garten ein mediterranes Flair, obwohl die Zusammenstellung Gewächse von Nord- und Südafrika, Australien, den Kanarischen Inseln  und dem Südwesten der USA umfasst.

Quelle: The Garden (RHS-Journal), Ausgabe Februar 2019  Seite 42 – 45

24. März 2019 at 18:57 Hinterlasse einen Kommentar

Frühjahrsschnitt an Duft- und Ziersträuchern

Hierzu zählen alle Sträucher, die am einjährigen Holz blühen; als da sind:

Sommerflieder               Buddleja davidii

Bartblume                       Caryopteris

winterharte Fuchsie      Fuchsia magellanica

Rispenhortensie              Hydrangea paniculata

Schöne Leycesterie          Leycesteria formosa

Blauraute                          Perovskia abratanoides

sommerbl. Spiräe            Spiraea japonica

Um alljährlich diese attraktiven Sommerblüher in berauschender Blüte zu erleben, ist ein jährlicher Schnitt dieser Sträucher im zeitigen Frühjahr (also noch in ihrer Vegetationsruhe) angebracht. Bleiben diese Sträucher ungeschnitten, so verholzen sie sehr schnell (Beispiel: Sommerflieder).

Der zeitige Schnitt gegen Ende Februar/Anfang März, gibt diesen Pflanzen das Maximum an Zeit, sowohl für den Neuaustrieb, als auch für die neuen Blüten. Ein zu früher Schnitt (z.B. im Januar) kann hingegen den Neuaustrieb anregen und dann bei einsetzendem Frost zum Absterben vom Neuaustrieb führen. Im Gegensatz dazu birgt ein zu später Schnitt (z.B. Mitte April und später) das Risiko, dass die bereits angelegten Blütenknospen weggeschnitten werden.

Unsere Schnittempfehlung: 

Schneiden Sie mit einer scharfen, sauberen und desinfizierten Gartenschere alle Zweige bis zur Stärke eines Fingers. Für stärkere Triebe greifen Sie zu einer guten Astsäge (Japansäge).

Reinigen und desinfizieren Sie die Schnittwerkzeuge (z.B. mit Brennspiritus) bevor Sie sich dem nächsten Zierstrauch zuwenden. Dadurch wird eine Übertragung von Infektionen durch die Schneide verhindert.

Entfernen Sie alle beschädigten, kranken oder toten Zweige. Ebenso werden zu dicht stehende oder nach innen wachsende Triebe entfernt.

Schneiden Sie die alten Zweige auf 3 Augen vom Vorjahresaustrieb zurück. Denn bei zu starkem Rückschnitt bis ins alte Holz dauert es bei einigen Ziersträuchern zu lange bis ein ausreichend neuer Austrieb aufgebaut ist.

 

 

 

4. März 2019 at 18:58 Hinterlasse einen Kommentar

Kursangebot: „Frühjahrsschnitt an Obstgehölzen (erziehen, schneiden, pflegen)“

Apfelbäume, Birnbäume oder Pflaumenbäume können sehr alt werden und bringen auch Obst, ohne dass der Baum geschnitten wird.

Warum also soll ich meine Obstbäme schneiden? – fragt sich so mancher Baumbesitzer. Nun Äpfel, Birnen, Kirschen, Zwetschen etc. sind Kulturgüter und keine Wildobstarten. Mit zunehmenden Alter dieser Obstbäume verdichtet sich die Baumkrone und der Baum bringt nur noch Früchte mit geringerer Fruchtgröße.

Wie aber schneide ich meine Obstbäume richtig? Die Antwort darauf gibt es bei der Teilnahme am Frühjahrsschnittkurs vom Rheingauer Verein der Gartenfreunde. Unter der fachmännischen Anleitung von Christian Kreutz (Gärtnermeister für Obstbau) erfahren die Teilnehmer am Samstag, dem 9. März 2019, wie die Gartenschere bzw. die Astsäge richtig anzusetzen ist. Denn das qualitativ hochwertigste Obst lässt sich aus dem ein- bis dreijährigen Holz des Obstbaumes gewinnen; d.h. im Regelfall sollte kein Fruchtholz am Baum älter als 5 Jahre sein!

Treffpunkt ist um 14.00 Uhr auf dem Parkplatz vor dem neuen Friedhof in Geisenheim. Der Kurs selbst findet in einem nahe gelegenen Gartengrundstück statt.  Um Anmeldung unter Tel. 06722 – 1351 oder per email an: rheingauer-gartenfreunde@web.de wird gebeten. Für Vereinsmitglieder ist der Kurs frei, Nichtmitglieder zahlen 15.- Euro.

 

 

 

15. Februar 2019 at 20:26 Hinterlasse einen Kommentar

Veranstaltungshinweis

„Mit der Biene durch das Gartenjahr“

Honig- und Wildbienen sind für unser Ökosystem besonders wichtig. Neben der Gewinnung von Honig haben alle Bestäubungsinsekten, so auch die Bienen, die wichtige Aufgabe in der Natur, der Landwirtschaft und in unseren Gärten die Pflanzen zu bestäuben.

Damit gehören diese Insekten, neben Schwein und Rind zu den drei wichtigsten Nutztieren. Ohne die Bienen gibt es schon bald so manches Obst, aber auch so manche Gemüsesorte nicht mehr!

Von daher ist es in unser aller Interesse, etwas mehr über den Lebenszyklus der Bine zu erfahren und wie wir ihnen quasi einen reich gedeckten Nahrungstisch bieten können.

Der RVG lädt daher alle an diesem Thema Interessierten zum Vortrag „Mit der Biene durch das Gartenjahr“ am Sonntag, dem 10. Februar 2019, ab 15.00 Uhr (im Anschluss an die Jahreshauptversammlung) in die Villa Monrepos, Geisenheim, Rüdesheimer Str. ein. Der Referent, Herr Christoph Funk, 1. Vorsitzender vom Rheingauer Imkerverein, wird in dem bebilderten Vortrag interessante Einblicke in die Lebensweise der Bienen geben. Dem Vortrag schließt sich eine Honigverkostung mit verschiedenen regionalen Honigen aus dem Rheingau-Taunus-Kreis an.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

5. Februar 2019 at 16:37 Hinterlasse einen Kommentar

Zum neuen Jahr 2019

Will das Glück nach seinem Sinn, dir was Gutes schenken, sage Dank und nimm es hin, ohne viel Bedenken.

Jede Gabe sei begrüßt, doch vor allen Dingen: Das, warum Du dich bemühst, möge Dir gelingen!

(Wilhelm Busch)

Der Vereinsvorstand hat für 2019 wieder ein abwechslungsreiches Programm aufgestellt. Mit einem Klick auf den Reiter „Programm 2019“ wird es Ihnen zugänglich gemacht. Mit einem Vortrag zur Bienenhaltung wollen wir die Lust auf eigenen Honig wecken, gleichzeitig mit einem Besuch des 1. Hess. Wildbienengartens in Frankfurt aber auch den Hobbygärtnern zeigen, mit welchen Stauden, Blühgehölzen und Blühstreifen sie einen Beitrag zum Erhalt der Wildbienen und anderer Insekten leisten können.

Frei nach dem Motto „Altes Gemüse für neues gärtnern“ haben wir für September eine Veranstaltung mit der Gärtnermeisterin Melanie Grabner (siehe auch: http://www.lilatomate.de) im Programm, bei der sich alles um die Tomate dreht, insbesondere aber um Weitergabe und Anbau von samenfesten, altbewährten Tomatensorten.

Wir vom Vorstand wünschen allen Lesern einen guten Start ins neue Jahr und in die vor uns liegende Gartensaison!

 

14. Januar 2019 at 20:37 Hinterlasse einen Kommentar

Neujahrsmahnungen für den Gartenfreund

Der Rheingauer Verein der Gartenfreunde wünscht Ihnen für das Gartenjahr 2018 viel Glück und Erfolg.

In einer über 100 Jahre alten Gartenzeitung, dem „Praktischen Ratgeber im Obst- und Gemüsebau“ waren für mich 4 Neujahrsmahnungen für den Gartenfreund zu lesen, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:

  1. Die Seele des Gartenbaus ist der Dung“ – aber Dünger allein tuts nicht, ist da zu lesen. Aber auch Gießen und Jäten, Hacken und vieles mehr ebenfalls nicht. Weiter steht da: Es kommt nicht darauf an, dass Du all diese Dinge verrichtest, sondern wie und warum Du sie tust! Der Dung ist ein totes Ding — erst Dein Wille, Dein Nachdenken, Deine praktische Tätigkeit vermögen ihn lebendig zu machen. Fazit: Nicht der Dung ist’s, sondern die wahre Seele des Gartens bist Du selbst!
  2. Was man selber tun kann, lasse man nicht von anderen verrichten!“ Namentlich geistig angestrengte Personen sollten es sich zur Regel machen, wenigstens eine Stunde täglich im Garten zu arbeiten. Nur persönliche Tätigkeit und Aufmerksamkeit stellen den Gartenbesitzer auf eigene Füße.
  3. Was noch heute getan werden kann, schiebe man nicht bis morgen auf!“ Wer stets selber seine Kulturen pflegt, der wird bald finden, was er durchaus sofort machen muß, um sich Ärger und empfindlichen Schaden zu ersparen. Und weiter heißt es dort: Auf jeden Fall gewöhne man sich daran, täglich den Garten eine Viertelstunde lang zu durchmustern. Denn dabei entdeckt man sofort, wo die helfende Hand eingreifen muss, und kann oft spielend das machen, was später langwierige Arbeit verursacht.
  4. Man suche unermüdlich seine gärtnerischen Kenntnisse zu erweitern und zu vervollkommnen!“ Auch wenn man einen tüchtigen Fachmann in der Nähe hat, von dem man sich freundlichen Rat holen kann, wird es von großem Nutzen sein, wenn man ein Fachblatt zu seinem Führer erwählt. Die dort zu lesenden Aufsätze wollen auch durchdacht sein. Nur ausnahmsweise läßt sich ein Aufsatz genau so verwerten, wie ihn der Autor niedergeschrieben hat — weil örtliche und klimatische Verhältnisse zu den verschiedenen Gärten überaus mannigfaltig sind. Gewöhnt man sich jedoch daran, denkend zu lesen und zu beobachten, so wird man fast jede Mitteilung für seine Verhältnisse abändern und brauchbar machen können.

Wenn Sie verehrter Leser nun diese 4 Neujahrsmahnungen von 1893 gelesen haben, werden Sie mir sicher zustimmen und auch sagen: „Das war alles schon einmal da“.

So ist es nun einmal mit der Arbeit im Garten, sie ist an die stets wiederkehrenden Jahreszeiten gebunden.

Ich wünsche Ihnen im Namen des RVG-Teams einen guten Start in ein wunderbares Neues Gartenjahr!             Herzlichst Ihr

Karl Stenger   (RVG-Geschäftsführer)

8. Januar 2018 at 18:53 Hinterlasse einen Kommentar

Weihnachtsstern und Weihnachtsgruß

Der absolute Star aus dem Pflanzenreich ist zu Weihnachten unbenommen der Weihnachtsstern, die Poinsettie. Ursprünglich in Mittel- und Südamerika beheimatet, ist diese Pflanze in ihrer mexikanischen Heimat als „Flores de Noche Buena“ – die Blume der heiligen Nacht –  bekannt.  1828 wurde die Pflanze vom amerikanischen Botschafter J. R. Poinsett in die USA eingeführt. Von ihm leitet sich die botanische Bezeichnung „Poinsettia“  ab.  Paul Ecke (ein deutscher Auswanderer) kultivierte Anfang des 20. Jahrhunderts die Pflanze mit den bunten Scheinblüten im kalifornischen Hollywood.

Hier wurde der Weihnachtsstern zuerst als Schnittblume angeboten und erfuhr eine große Nachfrage. Damit der Weihnachtsstern jedoch zu einer der beliebtesten Pflanzen auf der Welt werden konnte, bedurfte es deutschen Züchtungserfolgen in den 1950er-Jahren, um die Pflanze auch unter der für sie ungewohnten Bedingung in beheizten Räumen attraktiv aussehen zu lassen und sie als Zimmerpflanze zu etablieren.

Mittlerweile ist durch die Zucht eine große Vielfalt an Farben entstanden, so dass Jahr für Jahr diese Kulturpflanze europaweit mit 100 Millionen verkauften Exemplaren die Bestsellerliste im Winter anführt.

Jedoch wird diese schöne Pflanze geradezu von vielen Menschen, die sie sich als unentbehrliche Weihnachtsdekoration  ins Zimmer holen, zu Tode gepflegt. Der Grund hierfür liegt in der falschen Pflege. Da der Weihnachtsstern, wie zuvor ausgeführt, aus warmen Gebieten der südlichen Hemisphäre stammt, hat er sich diesen Bedingungen angepasst und kommt mit wenig Wasser bestens aus. „Weniger Wasser ist deshalb mehr für den Weihnachtsstern!“. Es tut ihm gut, wenn er stiefmütterlich behandelt und wenig gegossen wird. Bewässert man ihn dagegen zu häufig oder zu intensiv, dann verliert die Pflanze ihre prachtvollen Scheinblüten und Blätter und stirbt im schlimmsten Fall sogar ab.

Erst im Frühjahr, wenn der Nährstoffvorrat im Topf aufgebraucht ist, sollte man dann mit einer regelmäßigen Düngerkur (alle 2 Wochen) die Pflanze wieder füttern. Bewährt hat sich dazu ein gängiger Flüssigdüngerzusatz für grüne Zimmerpflanzen.

Wichtig zu wissen ist ferner, dass der Weihnachststern „ein dunkles Geheimnis“ birgt. Er bildet die schöne Scheinblüte lediglich an kurzen Tagen aus und wird deshalb extra vor der Weihnachtszeit in abgedunkelten Gewächshäusern gezüchtet (Kurztagspflanze). Unter Berücksichtigung dieses Sachverhaltes können auf diese Weise Weihnachtssterne vom Vorjahr von uns Pflegern wieder zum Blühen gebracht werden, indem man sie über eine Zeitspanne von 6 Wochen vor Lichtphasen von länger als 6 Stunden Dauer schützt. Diese Verdunkelung darf aber keinesfalls ganzjährig stattfinden.

Ist die Scheinblüte erst einmal ausgebildet, wird ein heller Standort bevorzugt — bitte jedoch nicht die Pflanze der direkten Sonneneinstrahlung aussetzen. Im nachfolgenden Bild ist ein Exemplar einer überwinterten und erneut zum Blühen gebrachten Poinsettie zu sehen.

Mit diesem weihnachtlichen Eindruck möchte sich das Vorstandsteam vom „Rheingauer Verein der Gartenfreunde“  bei allen Garten- und Pflanzenenthusiasten für ihre Verbundenheit bedanken. Das Team wünscht allen für das bevorstehende Weihnachtsfest eine ruhige und besinnliche Zeit – und Frohe Weihnachten !

 

Querverweis:

Im Wissenschaftsmagazin „G-FORSCHT“ Nr. 1/2016 der Hochschule Geisenheim University, ist auf Seite 24 – 27 das Thema Weihnachtssterne mit folgender Fragestellung behandelt: Weihnachtssterne bis zum Sommer? Eine Langzeit-Haushaltsstudie zur nachhaltigen Verwendung von Zierpflanzen

Autoren: Dr. Gabriela Dominguez; Dipl.-Soz. Dorothee Dietrich; Prof. Dr. Kai Sparke; Prof. Dr. Heiko Mibus-Schoppe; Bernd Wittstock M. Sc.

16. Dezember 2017 at 19:19 Hinterlasse einen Kommentar

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