Neujahrsmahnungen für den Gartenfreund

8. Januar 2018 at 18:53 Hinterlasse einen Kommentar

Der Rheingauer Verein der Gartenfreunde wünscht Ihnen für das Gartenjahr 2018 viel Glück und Erfolg.

In einer über 100 Jahre alten Gartenzeitung, dem „Praktischen Ratgeber im Obst- und Gemüsebau“ waren für mich 4 Neujahrsmahnungen für den Gartenfreund zu lesen, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:

  1. Die Seele des Gartenbaus ist der Dung“ – aber Dünger allein tuts nicht, ist da zu lesen. Aber auch Gießen und Jäten, Hacken und vieles mehr ebenfalls nicht. Weiter steht da: Es kommt nicht darauf an, dass Du all diese Dinge verrichtest, sondern wie und warum Du sie tust! Der Dung ist ein totes Ding — erst Dein Wille, Dein Nachdenken, Deine praktische Tätigkeit vermögen ihn lebendig zu machen. Fazit: Nicht der Dung ist’s, sondern die wahre Seele des Gartens bist Du selbst!
  2. Was man selber tun kann, lasse man nicht von anderen verrichten!“ Namentlich geistig angestrengte Personen sollten es sich zur Regel machen, wenigstens eine Stunde täglich im Garten zu arbeiten. Nur persönliche Tätigkeit und Aufmerksamkeit stellen den Gartenbesitzer auf eigene Füße.
  3. Was noch heute getan werden kann, schiebe man nicht bis morgen auf!“ Wer stets selber seine Kulturen pflegt, der wird bald finden, was er durchaus sofort machen muß, um sich Ärger und empfindlichen Schaden zu ersparen. Und weiter heißt es dort: Auf jeden Fall gewöhne man sich daran, täglich den Garten eine Viertelstunde lang zu durchmustern. Denn dabei entdeckt man sofort, wo die helfende Hand eingreifen muss, und kann oft spielend das machen, was später langwierige Arbeit verursacht.
  4. Man suche unermüdlich seine gärtnerischen Kenntnisse zu erweitern und zu vervollkommnen!“ Auch wenn man einen tüchtigen Fachmann in der Nähe hat, von dem man sich freundlichen Rat holen kann, wird es von großem Nutzen sein, wenn man ein Fachblatt zu seinem Führer erwählt. Die dort zu lesenden Aufsätze wollen auch durchdacht sein. Nur ausnahmsweise läßt sich ein Aufsatz genau so verwerten, wie ihn der Autor niedergeschrieben hat — weil örtliche und klimatische Verhältnisse zu den verschiedenen Gärten überaus mannigfaltig sind. Gewöhnt man sich jedoch daran, denkend zu lesen und zu beobachten, so wird man fast jede Mitteilung für seine Verhältnisse abändern und brauchbar machen können.

Wenn Sie verehrter Leser nun diese 4 Neujahrsmahnungen von 1893 gelesen haben, werden Sie mir sicher zustimmen und auch sagen: „Das war alles schon einmal da“.

So ist es nun einmal mit der Arbeit im Garten, sie ist an die stets wiederkehrenden Jahreszeiten gebunden.

Ich wünsche Ihnen im Namen des RVG-Teams einen guten Start in ein wunderbares Neues Gartenjahr!             Herzlichst Ihr

Karl Stenger   (RVG-Geschäftsführer)

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