Dran denken – am 4. Dezember Barbarazweige schneiden!

26. November 2015 at 14:42 Hinterlasse einen Kommentar

Der Brauch, am Namenstag der heiligen Barbara Zweige zu schneiden und diese im Warmen zum Blühen zu bringen, ist uralt. Er reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. An Weihnachten blühen die Barbarazweige auf und bringen in der düsteren Winterzeit etwas Licht in die Wohnungen.

Doch häufig wird die Frage gestellt: Barbarazweige – blühen diese oder blühen sie nicht?

„Tja, welcher Strauch war denn nun nochmal eine Wildkirsche? Ist das hier eher eine Forsythie oder war es doch der Strauch daneben?“

Im Sommer sind diese Fragen leicht zu beantworten, weil dann Blätter, Blüten bzw. Früchte genügend Hinweise auf die richtige Antwort geben. Was also tun?

So erkennen Sie geeignete Zweige im Winterzustand:

  • Forsythie:            Zweige vierkantig mit deutlichen Lentizellen,
  •                                 Knospen gegenständig, 6 – 10mm lang, mit
  •                                  gekielten, ockerbraunen Schuppen
  • Pflaume:               Zweige meist dornenlos, Knospen kegelig zuge-
  •                                  spitzt, abstehend und auf großen Blattkissen
  •                                  sitzend
  • Süß-Kirsche:        Lentizellen vereinigen sich an älteren Zweigen zu
  •                                   deutlichen Querbändern, Knospen 6 – 8mm lang,
  •                                   kahl, eiförmig, zu vielen an den Kurztrieben

Lassen Sie sich also einladen zu einem Knospenspaziergang an der frischen Luft.

Was tun, wenn die richtigen Zweige geschnitten sind?

Nach dem Schnitt werden diese zunächst ein paar Tage in ein frostfreies, kühles Zimmer in eine Vase mit frischem Wasser gestellt. Nachdem sie so konditioniert sind, werden sie dann in der Vase bei 10 – 15 Grad Celsius belassen. Das Wasser wird täglich erneuert! In dieser Phase schwellen die Blütenknospen an. Jetzt ist die Zeit gekommen, um sie dann in einen warmen, jedoch nicht überheizten Raum zu stellen.

Ganz Eifrige und Ungeduldige sind manchmal geneigt, die Zweige auf einem Heizkörper zu deponieren. Dieses Vorhaben führt jedoch nicht zur Beschleunigung vom Aufblühen, sondern lediglich zum Vertrocknen der Zweige.

Besser ist es, in einem solchen Fall, die Zweige nach dem Schnitt mehrere Stunden in warmes Wasser (kein kochendes !) zu stellen. Dadurch gaukelt man den Frühlingsbeginn mit steigenden Temperaturen vor.

Soll mit den blühenden Zweigen erst nach der Weihnachtszeit die Wohnung geschmückt werden, dann kann man die Barbarazweige auch noch später schneiden – oder man lässt sie länger in einem kühlen Raum.

Es müssen nicht immmer die klassischen Barbarazweige von Forsythie, Zierkirsche oder Pflaume sein, die man vortreibt. Probieren Sie es doch auch einmal mit frühblühenden Ziergehölzen, als da sind: Winterjasmin, Zaubernuss, Kornellkirsche, Japanische Quitten, Goldregen, Ginster, Zierjohannisbeere oder Schlehe.

 

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